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· Luisa Schröder · KI im Unterricht  · 13 Minuten Lesezeit

KI-Tools für Lehrkräfte 2026: AIS.chat, fobizz, paddy und schulKI im Vergleich

Welches KI-Tool passt zu dir und deiner Schule? AIS.chat, fobizz, paddy, schulKI und die Landeslösungen im Vergleich: Kosten, Datenschutz, Nutzung mit Schülern und Stärken im Alltag.

Lehrerin bereitet im Klassenraum ihren Unterricht am Laptop mit einem KI-Tool vor

Welches KI-Tool ist das beste für Lehrkräfte? Für die Unterrichtsvorbereitung ist unsere Empfehlung paddy: In unseren Fortbildungen und nach den Rückmeldungen vieler Lehrkräfte ist es mit Abstand das intuitivste Tool, und es liefert fertige Arbeitsblätter statt Chat-Text. Wer ohne Kosten starten will, nimmt den Landes-Chatbot AIS.chat, sofern das eigene Bundesland ihn freigeschaltet hat. Er ist sicher, aber deutlich schlanker im Funktionsumfang. fobizz bietet sehr viel, wirkt auf viele Lehrkräfte aber unübersichtlich und lohnt sich vor allem dort, wo es eine Landes- oder Schullizenz gibt. schulKI ist eine günstige Lösung, wenn deine Schülerinnen und Schüler selbst mit KI arbeiten sollen.

In diesem Vergleich findest du alle wichtigen Tools mit Kosten, Datenschutz und typischen Einsatzfeldern, dazu eine Entscheidungshilfe und die Antworten auf die Fragen, die wir in Fortbildungen am häufigsten hören.

Zur Transparenz: educaite verkauft keine KI-Tools. Wir bilden Kollegien zu KI fort und arbeiten dabei mit dem Tool, das an der jeweiligen Schule erlaubt ist. Mit DigitalErleben, dem Unternehmen hinter paddy, arbeiten wir bei Fortbildungen zusammen. Unsere Einschätzung zur Bedienung beruht auf eigener Nutzung und auf Rückmeldungen von Lehrkräften aus unseren Fortbildungen, sie ist also eine Erfahrung und kein Test. Alle Angaben zu Preisen und Funktionen stammen von den verlinkten Seiten der Anbieter und Ministerien, Stand November 2026. Preise und Funktionen ändern sich bei KI-Tools schnell, prüfe sie deshalb vor einer Entscheidung noch einmal beim Anbieter.

Die KI-Tools auf einen Blick

ToolKostenMit Schülern nutzbarBesonders gut für
paddykostenlos mit Limit, Schullizenz ab 775 € pro Jahrja, über Lernagenten per QR-CodeUnsere Empfehlung: intuitiv, fertige Arbeitsblätter
AIS.chat (früher telli)kostenlos für öffentliche Schulen in teilnehmenden Ländernja, über Lernszenarien per Link oder QRDen sicheren Einstieg ohne Kosten
fobizzBasic kostenlos, Einzellizenz ab 119 €, Schullizenz ab 500 € pro Jahrja, über KI-KlassenräumeSchulen mit Landes- oder Schullizenz
schulKIab 12,99 € pro Jahr, Schulen ab 39,99 € im Monatja, ohne eigene SchülerkontenKI-Einsatz mit der ganzen Klasse
Landeseigene Toolskostenlos für Lehrkräfte des Landesje nach ToolLehrkräfte in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen u. a.
ChatGPT, Gemini, Copilotkostenlos bis kostenpflichtignur mit Schullösung und EinwilligungVorbereitung ohne personenbezogene Daten

KI-Agent, KI-Assistent, Chatbot: Was ist eigentlich gemeint?

Die Begriffe werden oft durcheinander verwendet. Ein Chatbot ist die Oberfläche, in der du mit einem Sprachmodell schreibst, etwa ChatGPT oder AIS.chat. Ein KI-Assistent ist ein Chatbot, den jemand für eine bestimmte Aufgabe vorbereitet hat, zum Beispiel für Elternbriefe oder für Feedback auf Erörterungen. Alle Tools in diesem Vergleich bieten solche Assistenten an, und bei den meisten kannst du eigene bauen.

Ein KI-Agent geht einen Schritt weiter: Er plant mehrere Arbeitsschritte selbst, sucht zum Beispiel im Netz, erstellt eine Datei und überarbeitet sie, ohne dass du jeden Schritt anstößt. Wenn Anbieter für Schulen von „Agenten“ sprechen, meinen sie meist Assistenten für Schülerinnen und Schüler, die durch eine Aufgabe führen. Für deinen Alltag ist der Unterschied zweitrangig. Entscheidend ist, ob das Tool dienstlich erlaubt ist und ob es die Aufgaben gut löst, die du wirklich hast.

Worauf du bei einem KI-Tool für die Schule achten solltest

  1. Dienstlich erlaubt: Am sichersten bist du mit einem Zugang, den dein Land oder deine Schule bereitstellt. Dann gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und du musst die Datenschutzfrage nicht allein klären.
  2. Keine Schülerdaten ohne Freigabe: Auch im besten Tool gilt: Namen, Noten und Gutachten gehören nur hinein, wenn die Schule das ausdrücklich geregelt hat. Mehr dazu in unserem Leitfaden zu KI und Datenschutz an Schulen.
  3. Serverstandort und Training: Werden die Eingaben in der EU verarbeitet und nicht zum Training der Modelle verwendet? Seriöse Schul-Tools beantworten das auf ihrer Website.
  4. Nutzung mit der Klasse: Sollen Schülerinnen und Schüler selbst mit KI arbeiten, brauchst du ein Tool ohne eigene Konten bei US-Anbietern, zum Beispiel über Links oder QR-Codes.
  5. Kosten und Limits: Auch „unbegrenzte“ Tarife haben oft eine Fair-Use-Grenze. Bei AIS.chat legt das Land ein monatliches Budget pro Person fest.
  6. Was am Ende herauskommt: Ein Chat-Text ist etwas anderes als ein formatiertes Arbeitsblatt. Wer viel Material erstellt, spart mit einem Word- oder PDF-Export echte Zeit.

1. paddy: Unsere Empfehlung für die Unterrichtsvorbereitung

  • Kosten: Einzellizenz kostenlos mit begrenzter Zahl an Prompts pro Tag oder Premium im Monatsabo; Schullizenz ab 775 € pro Jahr mit unbegrenztem KI-Chat und wöchentlichen Live-Trainings, vorab 28 Tage kostenlos für bis zu 30 Personen
  • Datenschutz: laut Anbieter DSGVO-konform mit Serverstandort in der EU

paddy kommt von der DigitalErleben GmbH aus Bielefeld und war im April 2026 bei „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Der Schwerpunkt liegt auf fertigem Material: Laut Anbieter erstellt paddy Arbeitsblätter als Word-, PDF- oder interaktive Version, Aufgaben, die nach Niveaus differenziert sind, Mindmaps und ganze Unterrichtsreihen. Alles läuft in einem Chat, auf Wunsch per Spracheingabe. Für Schülerinnen und Schüler lassen sich Lernagenten bauen, die per QR-Code erreichbar sind und durch eine Aufgabe führen, statt die Lösung vorzusagen.

Warum paddy unsere Empfehlung ist: In unseren Fortbildungen sehen wir, dass Lehrkräfte mit paddy am schnellsten zu brauchbaren Ergebnissen kommen, auch ohne Vorerfahrung mit KI. Du beschreibst, was du brauchst, und bekommst ein Arbeitsblatt, das du direkt ausdrucken oder in Word anpassen kannst. Die Rückmeldungen aus den Kollegien sind eindeutig: paddy ist mit Abstand das intuitivste der Tools in diesem Vergleich. Zur Einordnung: Wir arbeiten bei Fortbildungen mit DigitalErleben zusammen, die Funktions- und Preisangaben oben stammen vom Anbieter.

Stärken

  • Mit Abstand am intuitivsten, auch für Einsteiger ohne Vorerfahrung
  • Fertige, formatierte Materialien statt Chat-Text
  • Differenzierung nach Niveaus ist eingebaut
  • Schullizenz mit Live-Trainings und Onboarding

Grenzen

  • Die kostenlose Version ist im Umfang begrenzt
  • Für den vollen Einsatz an der Schule braucht es eine Lizenz, die aus dem Schulbudget kommen muss

Geeignet für: alle Lehrkräfte, die ihre Unterrichtsvorbereitung mit KI beschleunigen wollen, und Schulen, die ein Tool suchen, das auch die Skeptiker im Kollegium schnell bedienen können.

2. AIS.chat: der kostenlose Landes-Chatbot

  • Kosten: kostenlos für öffentliche Schulen in den teilnehmenden Ländern
  • Zugang: über das Schulportal deines Landes, Anmeldung pseudonym über den Dienst VIDIS

AIS.chat ist der ländergemeinsame KI-Chatbot für Schulen. Er hieß bis Mai 2026 telli und wurde laut Pressemitteilung des FWU aus markenrechtlichen Gründen umbenannt. Funktionen, Chats und Zugangsdaten sind gleich geblieben. Betrieben wird er vom FWU, dem Medieninstitut der Länder, entwickelt als Open-Source-Lösung im Projekt „Adaptives Intelligentes System“ und finanziert über den DigitalPakt Schule.

Hinter der Oberfläche stehen mehrere Sprachmodelle, das FWU nennt als Beispiele Llama 3.3 von Meta und GPT-5 mini von OpenAI. Welche Modelle zur Verfügung stehen, entscheidet jedes Land selbst. Die Modelle laufen laut FWU ausschließlich auf Servern in der EU, und die Eingaben werden weder an Dritte weitergegeben noch zum Training verwendet.

Laut dem Länderüberblick des Deutschen Schulportals (Stand September 2026) setzen fast alle Länder AIS.chat ein, darunter Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. In NRW wird der Zugang schrittweise allen öffentlichen Schulen und Ersatzschulen bereitgestellt. Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern setzen dagegen auf fobizz.

Was du damit machen kannst, beschreibt das Schulministerium NRW: chatten und Dokumente hochladen, eigene Assistenten für die Unterrichtsvorbereitung einrichten und Lernszenarien oder fiktive Dialogpartner erstellen, die deine Klasse per Link oder QR-Code nutzt, ohne eigenes Konto. Seit Februar 2026 kann AIS.chat Bilder erzeugen, inzwischen auch im Internet recherchieren.

Stärken

  • Kostenlos und dienstlich freigegeben, die Datenschutzfrage hat dein Land geklärt
  • Schülerinnen und Schüler können ohne eigene Konten mitarbeiten
  • Mehrere Sprachmodelle in einer Oberfläche

Grenzen

  • Ein monatliches Nutzungsbudget pro Person, die Höhe legt das Land fest
  • Im Funktionsumfang deutlich schlanker als kommerzielle Tools, Ergebnisse bleiben meist Chat-Text
  • Keine fertigen, formatierten Arbeitsblätter wie bei paddy
  • In vielen Ländern ist vor der ersten Nutzung ein Pflichtkurs nötig, in NRW etwa ein Selbstlernkurs zur KI-Verordnung

Geeignet für: den kostenlosen, sicheren Einstieg und die Arbeit mit der Klasse in Ländern, die AIS.chat freigeschaltet haben. Frag bei deiner Schulleitung nach, ob eure Schule schon registriert ist.

3. fobizz: KI-Tools und Fortbildungsplattform

  • Kosten: Basic-Lizenz kostenlos; Einzellizenz 119 € (Tools), 179 € (Fortbildungen) oder 239 € (beides) pro Jahr; Schullizenz ab 500 € pro Jahr; im Referendariat kostenlos
  • Landes- und Schulträgerlizenzen: unter anderem Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Nürnberg und München

fobizz von der 101skills GmbH aus Hamburg verbindet KI-Tools mit einer großen Fortbildungsplattform. Zum KI-Angebot gehören ein KI-Chat, über 150 vorbereitete KI-Assistenten und die Möglichkeit, eigene zu bauen, außerdem Bildgenerierung, Schrifterkennung und ein Multimedia-Tool. Mit den KI-Klassenräumen arbeiten Schülerinnen und Schüler in einer geschützten Umgebung, ohne eigenes Konto bei einem US-Anbieter.

Bemerkenswert: Im August 2026 hat fobizz seine KI-Korrekturhilfe abgeschaltet und das offen begründet. In der Einordnung von fobizz heißt es, Sprachmodelle lieferten bei der Bewertung von Texten keine ausreichend zuverlässigen Ergebnisse. Für dich heißt das: Bewerten bleibt deine Aufgabe, egal welches Tool du nutzt. Was KI beim Korrigieren trotzdem leisten kann, zeigen wir im Artikel Klausuren korrigieren mit KI.

Stärken

  • KI-Tools und über 450 Online-Kurse aus einer Hand
  • Großes Angebot an fertigen Assistenten für typische Schulaufgaben
  • Landeslizenzen in mehreren Regionen, kostenlos im Referendariat

Grenzen

  • Der volle Umfang setzt eine Lizenz voraus
  • Viele Lehrkräfte empfinden die Plattform als unübersichtlich: Tools, Assistenten und Kurse liegen nebeneinander, und es dauert, bis man das Richtige findet

Geeignet für: Lehrkräfte in Ländern oder Städten mit fobizz-Lizenz und Schulen, die Tools und Selbstlernkurse dauerhaft bereitstellen wollen.

4. schulKI: günstige KI für den Unterricht mit Schülern

  • Kosten: persönlich ab 12,99 € pro Jahr für ein Token-Guthaben oder ab 7,99 € im Monat; für Schulen ab 39,99 € im Monat (bis 20 Lehrkräfte) bzw. 59,99 € (bis 80 Lehrkräfte), jeweils für alle Schülerinnen und Schüler
  • Datenschutz: laut Anbieter werden personenbezogene Daten ausschließlich in Deutschland verarbeitet

schulKI stammt von der Schulverwalter GmbH aus Leipzig, die auch das digitale Klassenbuch beste.schule entwickelt. Gegründet wurde das Unternehmen unter anderem von Lehrkräften. Der Fokus liegt auf der Arbeit mit der Klasse: Schülerinnen und Schüler steigen laut einem Bericht der Telekom per QR-Code und mit Alias ein, ohne personenbezogene Daten anzugeben. Lehrkräfte richten Assistenten oder historische Figuren ein, mit denen die Klasse chattet.

Zur Auswahl stehen laut Anbieter europäische Modelle wie Gemma, Qwen und Llama und internationale wie ChatGPT und Claude. Dazu kommen Bildgenerierung, Texterkennung aus Fotos, Vorlesen und interaktive Arbeitsblätter mit KI-Feedback, die sich noch in der Beta befinden.

Stärken

  • Sehr günstig, auch für ganze Schulen
  • Schülerinnen und Schüler brauchen keine eigenen Konten
  • Große Modellauswahl

Grenzen

  • Flatrates mit monatlicher Nutzungsgrenze
  • Weniger Fokus auf fertige Unterrichtsmaterialien für die Vorbereitung

Geeignet für: Lehrkräfte, die KI regelmäßig mit der Klasse einsetzen wollen, vor allem dort, wo es keinen Landeszugang gibt.

5. Landeseigene Tools: ByLKI, F13, KAI und Co.

Einige Länder bieten neben oder vor AIS.chat eigene Lösungen an. Laut dem Länderüberblick des Deutschen Schulportals:

  • Bayern: ByLKI, speziell für Bayern und an den bayerischen Lehrplänen ausgerichtet
  • Baden-Württemberg: F13 auf Basis offener Sprachmodelle, mit Chat und Arbeit mit Dokumenten
  • Berlin: Microsoft Copilot für alle Lehrkräfte auf den Dienstgeräten
  • Sachsen: der Assistent KAI über die Schullogin-Plattform
  • Sachsen-Anhalt: emuKI vom Landesinstitut LISA für Planung, Material und Schulkommunikation
  • NRW: die KIMADU-Agenten aus einem Forschungsprojekt für Mathe und Deutsch

Wenn dein Land ein eigenes Tool anbietet, ist es dienstlich genauso abgesichert wie AIS.chat. Welches du nutzt, ist dann eine Frage der Funktionen.

6. ChatGPT, Gemini und Copilot: Was ist erlaubt?

Die großen Chatbots sind sehr leistungsfähig, und viele Lehrkräfte nutzen sie privat. Für die Unterrichtsvorbereitung ohne personenbezogene Daten ist das in der Regel unproblematisch: eine Stundenidee, ein Sachtext, ein Quiz zu einem Thema. Sobald es um Schülerinnen und Schüler geht, um Namen, Texte oder Noten, brauchst du einen dienstlichen Zugang mit Vertrag. Bei ChatGPT ist die Nutzung laut den Nutzungsbedingungen von OpenAI außerdem erst ab 13 Jahren erlaubt und unter 18 Jahren nur mit Erlaubnis der Eltern.

Ein häufiges Missverständnis: Das kostenlose Angebot ChatGPT for Teachers gilt nur für Lehrkräfte an Schulen in den USA, nicht in Deutschland. Microsoft Copilot und Google Gemini gibt es in Schulversionen, die aber der Schulträger einrichten und datenschutzrechtlich prüfen muss. Wie du mit ChatGPT gute Ergebnisse bekommst, zeigt unser Leitfaden zu ChatGPT im Unterricht. Die Prompt-Techniken funktionieren in allen Tools aus diesem Vergleich.

Welches KI-Tool passt zu dir?

  • Du willst schnell gute Unterrichtsmaterialien: Nimm paddy. Die kostenlose Version reicht, um es auszuprobieren.
  • Du willst sicher und kostenlos starten: Nimm AIS.chat oder das Tool deines Landes. Frag bei der Schulleitung nach dem Zugang.
  • Du arbeitest in Rheinland-Pfalz oder Mecklenburg-Vorpommern: Nutze die fobizz-Landeslizenz.
  • Deine Klasse soll selbst mit KI arbeiten: Nutze die Lernszenarien in AIS.chat oder, wenn es den Landeszugang nicht gibt, schulKI oder die KI-Klassenräume von fobizz.
  • Du bist im Referendariat: fobizz ist für dich kostenlos. Für AIS.chat frag an deiner Ausbildungsschule oder am Seminar nach dem Zugang.
  • Deine Schule will ein Tool für alle einführen: Startet mit der kostenlosen Testphase von paddy für bis zu 30 Personen und vergleicht mit dem, was ihr schon habt, bevor ihr eine Lizenz kauft.

Warum das Tool allein nicht reicht

Nach über 6.500 fortgebildeten Lehrkräften sehen wir immer wieder dasselbe Muster: Die Schule schaltet ein Tool frei, ein paar Kolleginnen und Kollegen legen begeistert los, der Rest öffnet es zweimal und lässt es dann liegen. Das liegt selten am Tool. Es fehlt an drei Dingen.

Erstens an Prompt-Kompetenz. Die Qualität der Antwort hängt stark davon ab, wie du fragst, in AIS.chat genauso wie in paddy oder ChatGPT. Wie das geht, zeigen wir in unseren Prompt-Techniken für Lehrkräfte.

Zweitens an Unterrichtsideen. Ein Chatbot, der Arbeitsblätter erstellt, ist nützlich. Richtig wertvoll wird KI, wenn sie im Unterricht selbst vorkommt: als Dialogpartner, als Feedbackgeber, als Gegenstand kritischer Reflexion. Diese Szenarien müssen Lehrkräfte einmal selbst ausprobiert haben.

Drittens an gemeinsamen Regeln. Welche Tools sind erlaubt? Was darf hinein, was nicht? Wie gehen wir mit KI bei Hausaufgaben um? Das muss die Schule als Ganzes klären, nicht jede Lehrkraft für sich. Dazu kommt eine rechtliche Pflicht: Nach Art. 4 der KI-Verordnung müssen Einrichtungen, die KI einsetzen, Maßnahmen ergreifen, damit ihr Personal ausreichend KI-Kompetenz hat. Der KI-Omnibus von 2026 hat diese Pflicht abgeschwächt, aber nicht abgeschafft. Nicht ohne Grund setzen viele Länder vor die Nutzung von AIS.chat einen Pflichtkurs.

Genau hier setzt eine schulinterne Fortbildung an: Das ganze Kollegium arbeitet einen Tag lang mit dem Tool, das an der Schule erlaubt ist, in Gruppen nach Vorkenntnissen. Am Ende steht eine gemeinsame Linie, und die Skeptiker haben das Tool einmal mit Unterstützung ausprobiert. Wie das an einer Schule mit rund 85 Lehrkräften aussah, beschreibt unsere Fallstudie von der Sophie-Barat-Schule. Wenn ihr als Schule erst eine Richtung braucht, hilft unser Artikel zum KI-Konzept in fünf Schritten.

Häufige Fragen

Welches KI-Tool ist für Lehrkräfte kostenlos?

AIS.chat ist für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen in den teilnehmenden Ländern kostenlos, ebenso die landeseigenen Tools wie ByLKI oder F13. fobizz, paddy und schulKI haben kostenlose Einstiegsversionen mit eingeschränktem Umfang. Im Referendariat ist fobizz komplett kostenlos.

Ist ChatGPT für Lehrkräfte erlaubt?

Für die Vorbereitung ohne personenbezogene Daten nutzen viele Lehrkräfte ChatGPT, verboten ist das in der Regel nicht. Für alles mit Schülerdaten und für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler brauchst du einen dienstlichen Zugang. Die Vorgaben unterscheiden sich je nach Land, frag im Zweifel bei der Schulleitung oder dem Datenschutzbeauftragten nach.

Was ist aus telli geworden?

telli heißt seit Mai 2026 AIS.chat. Die Umbenennung hatte markenrechtliche Gründe, Funktionen, Chats und Zugangsdaten sind gleich geblieben.

Darf ich Schülerarbeiten in ein KI-Tool hochladen?

Nur, wenn die Arbeit vollständig anonymisiert ist oder deine Schule das Tool ausdrücklich dafür freigegeben hat. Auch dann gilt: Die Bewertung triffst du, nicht die KI. Selbst fobizz hat seine KI-Korrekturhilfe 2026 eingestellt, weil die Ergebnisse nicht zuverlässig genug waren.

Gibt es einen KI-Agenten für Lehrkräfte, der die Unterrichtsvorbereitung komplett übernimmt?

Nein. Tools wie paddy oder fobizz nehmen dir viel Formatierungs- und Recherchearbeit ab, und einige erstellen ganze Unterrichtsreihen. Prüfen, anpassen und didaktisch entscheiden musst du weiterhin selbst. Sprachmodelle machen Fehler, auch in fertig aussehenden Arbeitsblättern.

Welches Tool eignet sich für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern?

Am einfachsten sind Tools, bei denen die Klasse ohne eigene Konten einsteigt: die Lernszenarien in AIS.chat, schulKI, die KI-Klassenräume von fobizz oder die Lernagenten von paddy. Kommerzielle Chatbots mit eigenen Schülerkonten sind dafür in der Regel keine gute Wahl.

Autorin / Autor

Luisa Schröder

Pädagogische Leitung bei educaite. Von 2020 bis 2025 Lehrkraft in der Sekundarstufe in NRW; Studium an der Universität zu Köln (Lehramt B.A., Master Bildungswissenschaften).

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